Die Schweizer Luftwaffe hatte nach Ende des Kalten Krieges in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts die bestehende Luftwaffe faktisch auf eine Tages-Luftpolizei und Leichttransporteinheit reduziert. Bei einem Konflikt wäre die Durchhaltefähigkeit und eine rund- um-die-Uhr Sicherung des Luftraumes nicht mehr gewährt. Um dies zu verstehen muss auch das europäische Umfeld beobachtet werden. Auch dort haben andere Luftwaffen von der allumfassenden Landesverteidigung ihre Streitkräfte in Expeditionscorps für UN-Einsätze gegen asymmetrische Bedrohungen, sprich vereinzelte Freischärler in urbanen Zonen, umgewandelt. So kann die deutsche Luftwaffe aus Mangel an Ersatzteilen infolge Sparmassnahmen den grössten Teil ihrer Kampf- und Transpflugzeuge nicht sofort einsetzen.
Bei der Air2030 hat die Luftwaffe zusammen mit der Armasuisse fünf Kandidaten für einen Nachfolger von F-5E/F Tiger II und F/A-18C/D Cornet ausgewählt. Dies sind alles Natokompatible moderne und noch ausbaufähige Kampfflugzeuge. Eine Nachrüstung eines Tigers wäre vergleichbar wie wenn man dem Oldtimer VW Käfer aus den 60er-Jahren (damals flogen die ersten F-5A TigerII) mit einem GPS-Navigationssystem, Airbag und Abstandssensor nachrüsten würde. Die Technologie welche 60 Jahre zurückliegt ist hoffnungslos überaltert und die Ersatzteilbeschaffung fragwürdig. Die Kandidaten für die Air 2030 sind folgende:
-1. (Airbus) Eurofighter Jagdflugzeug GmbH Eurofighter Thyphoon Tranche 3 mit deutschem Standart
-2. Boeing Copany F/A-18E/F Super Hornet Block III U.S. Navy Standart
-3. Dassault Aviation Rafael C Standart F.4
-4. Lockheed Martin F-35A Lightning II vermutlich aus italienischer Lizenzproduktion
-5. Saab JAS 39E Gripen NG nach schwedischem Standart
Die Evaluation der fünf Kandidaten findet vom 12.04.2019 bis am 25.06.2019 statt.
Nach der Evaluation wurden die Testergebnisse dem Schweizer Bundesrat vorgelegt, welchen den Lockheed-Martin F-35A Lightning II als Sieger erkoren haben. Nach der offiziellen Bestellung beim Amerikanischen Verteidigungsministeriums, werden die 36 Maschinen schon bald im italienischen Werk endmontiert.